Warum Veränderung nicht mit Motivation beginnt
Wenn mir im Jahr 2020 jemand gesagt hätte, dass ich irgendwann als Eventbotschafterin irgendwo stehen würde, hätte ich wahrscheinlich laut gelacht. Oder geweint. Vielleicht sogar beides. Damit du überhaupt weißt, wovon ich spreche:
Ich darf inzwischen Eventbotschafterin für SeenlandEvents sein. Also für die Region rund um den Brombachsee. Michael Snehotta, der Gründer von SeenlandEvents, war ja auch schon hier zu Gast im Podcast. Doris und ich waren inzwischen schon einige Male bei den Events vor Ort unterwegs. U. a. beim Vollmondmarsch , Yeti Trail oder der Marathonwanderung. Weitere Impressionen findest du am Ende des Beitrages.

Trotzdem fühlt sich das manchmal immer noch ein bisschen surreal an. Weil Bewegung früher einfach nicht wirklich Teil meiner Identität war.
Ich war nicht „die Sportliche“. Nicht die Läuferin.
Nicht die Wanderin.
Und ganz ehrlich? Ich hätte selbst nicht geglaubt, dass ich sowas irgendwann einmal über mich sagen würde.
Heute sieht das anders aus. Auch heute bin ich nicht immer motiviert oder frei von Zweifeln. Aber Bewegung gehört ganz selbstverständlich zu mir.
Genau darum gehts in der neuen Podcastfolge. Über Veränderung. Über kleine Schritte. Und darüber, warum wir oft viel zu lange darauf warten, endlich bereit zu sein.
Der perfekte Zeitpunkt kommt meistens nicht
Viele Menschen glauben, sie müssten erst motivierter sein.
Mehr Zeit haben.
Weniger Stress haben.
Fitter sein.
Leichter sein.
Selbstbewusster sein.
Was glaubst du? Wenn du erstmal…. dann….?? Kommt dir das bekannt vor?
Anfangen mit Sport oder gesunder Ernährung dann kommt Schlanksein und somit auch das Glück?
oder anfangen: Mit einem Hobby, Mit einem Traum, Mit mehr Zeit für sich selbst und dann? Was eigentlich dann?
Ich verstehe das gut. Wirklich.
Aber ich glaube inzwischen: Viele Dinge verändern sich nicht, weil wir plötzlich bereit sind. Sondern weil wir irgendwann trotzdem anfangen.
Der perfekte Zeitpunkt existiert oft nur in unserem Kopf.
Ich habe klein angefangen. Wirklich klein.
Es gab keinen magischen Wendepunkt.
Keine komplette Lebensumstellung über Nacht.
Keinen Montag, an dem plötzlich alles leicht war. Ganz im Gegenteil. Ich hatte mein persönliches Höchstgewicht erreicht. War unzufrieden mit mir und stand vor der Herausforderung eine einjährige, lernintensive Fortbildung für meinen Job anzutreten. Das bedeutete viel Sitzen und noch viel weniger Zeit für mich. Doch genau zu diesem Zeitpunkt wollte ich etwas ändern und habe angefangen!
Mit kleinen Spaziergängen.
Mit kurzen Laufeinheiten.
Mit unzähligen Gehpausen.
Mit Tagen, an denen ich keine Lust hatte.
Mit Unsicherheit und Zweifeln.
Aus kaum Bewegung wurden irgendwann drei Lauftage pro Woche.
Nicht lang.
Nicht schnell.
Nicht perfekt.
Aber regelmäßig.

Und genau diese Regelmäßigkeit hat langfristig alles verändert.
Heute besteht mein Alltag oft aus fünf oder sechs Tagen Bewegung pro Woche. Laufen, Krafttraining, Wandern, Aquajogging oder einfach Spaziergänge mit unserem Hund Buddy.
Und das Verrückte daran?
Ich mache Sport heute nicht mehr, weil ich das Gefühl habe, etwas „zu müssen“.
Sondern weil Bewegung inzwischen ein Teil meines Lebens geworden ist.
Selbstbewusstsein kommt oft erst unterwegs
Ein Satz beschreibt meinen Weg wahrscheinlich ziemlich gut:
Ich habe nicht angefangen, weil ich selbstbewusst war.
Ich bin selbstbewusster geworden, weil ich angefangen habe.
Viele warten darauf, dass sich etwas zuerst innerlich verändert.
Dass sie mutiger werden.
Sicherer werden.
Mehr Vertrauen in sich selbst haben.
Aber manchmal entsteht genau dieses Vertrauen erst durch die Erfahrungen, die wir unterwegs sammeln.
Durch kleine Beweise an uns selbst.
Durch Wiederholungen.
Durch „Ich gehe heute trotzdem.“
Durch „Ich probiere es nochmal.“
Bewegung wurde vom Muss zum Werkzeug
Früher war Bewegung für mich oft verbunden mit Druck.
Mit Abnehmen.
Mit Disziplin.
Mit dem Gefühl, nicht gut genug zu sein.
Heute ist das anders.
Bewegung ist für mich:
Me-Time. Ausgleich. Abschalten. Energie.
Manchmal sogar mein Rettungsanker. Dabei muss es nicht immer extrem anstregend, lang oder weit sein.
Ich glaube, genau das macht langfristig einen Unterschied:
Wenn wir anfangen, Dinge für uns zu tun statt gegen uns.Nicht als Strafe.
Sondern aus Fürsorge.
Auch heute gibt es noch Zweifel
Und trotzdem möchte ich ehrlich sein:
Natürlich gibt es diese Phasen auch heute noch.
Phasen, in denen ich mich zurückziehe.
Weniger Energie habe.
Mich wie in einem kleinen Schneckenhaus fühle.
Aber der Unterschied zu früher ist:
Ich bleibe dort nicht mehr dauerhaft.
Früher war das Schneckenhaus gefühlt mein Zuhause.
Heute ist es eher ein kurzer Besuch.
Und ich glaube, genau das ist echte Veränderung.
Nicht niemals zu zweifeln.
Nicht immer motiviert zu sein.
Nicht ständig stark zu sein.
Sondern schneller wieder zurück zu sich selbst zu finden.
Nicht jeder Weg verläuft perfekt
Nicht jeder 50-Kilometer-Marsch endet im Ziel.
Nicht jedes Training fühlt sich gut an.
Nicht jede Woche läuft wie geplant.
Das ist das Leben.
Aber wenn ich heute zurückblicke, dann bin ich viel öfter losgegangen als stehen geblieben.
Ich bin öfter weitergegangen als aufgegeben.
Und ich bin weiter gekommen, als ich es jemals zu träumen gewagt hätte.
Was mir dabei geholfen hat?
Freundlich mit mir selbst zu sein.
Nicht jedes Tief sofort als Scheitern zu sehen.
Diese Phasen auszuhalten.
Mich nicht permanent zu verurteilen.
Und dankbar dafür zu sein, dass ich mich bewegen darf und kann.
Vielleicht ist heute dein Anfang
Vielleicht gibt es auch in deinem Leben etwas, das schon lange in dir schlummert.
Ein Wunsch.
Ein Traum.
Eine Veränderung.
Oder einfach nur der Gedanke:
„Eigentlich würde ich gerne wieder mehr auf mich achten.“
Dann wünsche ich dir von Herzen, dass du losgehst.
Nicht perfekt.
Nicht irgendwann.
Nicht erst, wenn alles passt.
Sondern vielleicht einfach mit einem kleinen ersten Schritt.
Denn manchmal verändert genau dieser kleine Schritt viel mehr, als wir uns vorstellen können.
Zum Schluss noch etwas Wichtiges:
Die nächste Folge wird tatsächlich Folge 100 von Laufend Optimistisch.
Ehrlich gesagt fühlt sich das gerade selbst noch ein bisschen surreal an.
Deshalb würde ich mich freuen, wenn Folge 100 nicht nur aus meinen Gedanken besteht, sondern auch aus euren.
Vielleicht gibt es eine Folge, die dich besonders bewegt hat.
Einen Satz, der hängen geblieben ist.
Eine Situation, in der dich der Podcast begleitet hat.
Oder vielleicht weißt du sogar noch, wie du überhaupt auf Laufend Optimistisch gestoßen bist.
Dann schreib mir gerne. Natürlich auch anonym, wenn du möchtest. Entweder hier als Kommentar, per Mail an: hallo@laufend-optimistisch.de, eine PN auf insta oder über WhatsApp (falls möglich).
Ich werde einige eurer Nachrichten in Folge 100 aufgreifen und darüber sprechen. Vielleicht ist es dein Beitrag für diese Folge der auch andere inspiriert oder motiviert?
Ganz herzlichen Dank ich freue mich sehr von dir zu hören!
Jasmin








