Wir starten mit einer Bilderflut – weil´s so schön war
und ich mich an diesem grün nicht satt sehen kann:









Abenteuer dahoam
Für ein Abenteuer musst du nicht weit wegfahren. Manchmal reichen ein freier Vormittag, ein Wanderparkplatz und die Entscheidung, wirklich loszugehen.
Im Juni haben Doris und ich genau das gemacht. Unser Ziel war Auerbach in der Oberpfalz, nicht weit von zu Hause entfernt. Was als Wanderung für einen Urlaubstag begann, fühlte sich schon nach kurzer Zeit nach einer kleinen Reise an: ungewöhnlich viel Grün, moosbewachsene Felsen, schmale Waldwege und stellenweise fast ein bisschen Schottland-Gefühl.
In dieser Folge nehme ich dich mit auf unsere 20,1 Kilometer lange Tour und erzähle dir, warum ein Abenteuer dahoam weder spektakulär noch besonders lang sein muss.

Warum wir Abenteuer oft unnötig groß denken
Beim Wort Abenteuer denken viele von uns zuerst an Fernreisen, hohe Berge, mehrtägige Touren oder eine Herausforderung, auf die man sich monatelang vorbereitet. Und dann folgen schnell die üblichen Einwände: Dafür brauche ich Urlaub. Dafür fehlt mir die Zeit. Dafür müsste ich fitter sein. Dafür bräuchte ich jemanden, der mitkommt.
So wird aus einem Abenteuer etwas, das wir irgendwann einmal machen möchten.
Dabei kann ein Abenteuer auch direkt vor der eigenen Haustür beginnen. Vielleicht genau dann, wenn du einen normalen Tag anders nutzt als sonst. Wenn du eine unbekannte Strecke ausprobierst, zu einem vertrauten Ziel zu Fuß gehst oder dir ein paar Stunden Zeit nimmst, ohne für Arbeit, Familie oder Haushalt zuständig zu sein.
Die schönste Route bleibt eine Linie auf dem Bildschirm, solange du nicht losgehst.
Urlaub dahoam: unsere Wanderung bei Auerbach
Ich hatte den Wanderparkplatz Hohe Tanne herausgesucht und eine Route auf Komoot ausgewählt. Mehr Planung brauchte es für diesen Tag nicht. Wir prüften das Wetter und die Strecke, packten etwas Verpflegung ein und starteten früh am Morgen.
Die Tour führte uns über eine Mischung aus Felsentour und karstkundlichem Wanderpfad. Wir waren auf Wald- und Schotterwegen unterwegs, gingen durch enge Felspassagen und kamen unter anderem an der Vogelherdgrotte sowie am Felsenlabyrinth Sackdilling vorbei.
Von diesem Tag sind mir trotzdem weniger die 20,1 Kilometer oder die 477 Höhenmeter im Gedächtnis geblieben. Es sind die Bilder: das Moos, das satte Grün, die großen Felswände und die Stille im Wald. Obwohl Auerbach gar nicht weit von uns entfernt liegt, fühlte es sich an manchen Stellen an, als wären wir ganz woanders.

Die Wege waren größtenteils gut beschildert. Trotzdem hatten wir die Route zusätzlich auf dem Handy beziehungsweise auf der Uhr gespeichert. Gerade an Kreuzungen und kleineren Abzweigungen ist nicht immer sofort eindeutig, wo es weitergeht.

Und dann kam der Regen
Nicht nur ein paar harmlose Tropfen, sondern so heftig, dass wir unsere Wanderung unterbrechen mussten. Unter einem Felsvorsprung fanden wir Schutz, packten unsere Brotzeit aus und warteten ab.

So hatten wir den Tag natürlich nicht geplant. Aber genau diese ungeplanten Momente bleiben oft besonders lange im Gedächtnis. Der Regen hat unsere Tour nicht ruiniert. Er gehört heute genauso zu ihr wie die Felsen, das Moos und das viele Grün.
Das ist für mich ein Abenteuer dahoam: Es muss nichts Gefährliches passieren und es braucht kein künstliches Drama. Du verlässt einfach für ein paar Stunden deinen normalen Ablauf, reagierst auf das, was unterwegs kommt, und sammelst eine Erinnerung, die bleibt.
Ein Abenteuer kann auch bei einer Pizza enden
Ein Abenteuer dahoam muss nicht mindestens 20 Kilometer lang sein und durch eine beeindruckende Felsenlandschaft führen.
An einem Freitagabend sind wir acht Kilometer zum Pizzaessen gewandert. Natürlich hätten wir einfach hinfahren können. Aber durch den Weg wurde aus einem gewöhnlichen Pizzaabend ein kleines Erlebnis. Und ja, nach acht Kilometern schmeckte die Pizza noch ein bisschen besser.
An einem anderen Sonntagmorgen bin ich 16 Kilometer zum Fußballplatz meines Sohnes gegangen. Auch das war kein klassisches Ausflugsziel. Ich musste ohnehin dorthin. Statt die Strecke nur als notwendige Fahrt von A nach B zu betrachten, wurde der Weg zu einem Teil des Tages.
Vielleicht ist dein Ziel kein Fußballplatz. Vielleicht ist es ein Café, ein Biergarten, eine Eisdiele, ein See oder der Besuch bei Freunden. Es müssen auch keine 16 oder 20 Kilometer sein. Entscheidend ist, dass die Strecke zu dir, deiner Erfahrung und deinem aktuellen Stand passt.
20 Kilometer sind keine Eintrittskarte zum Abenteuer.
So planst du dein eigenes Abenteuer dahoam
- Lege ein konkretes Zeitfenster fest. Zwei Stunden, ein Vormittag oder ein halber Tag reichen. Aus „irgendwann“ wird selten eine Wanderung.
- Wähle eine realistische Strecke. Achte nicht nur auf die Kilometer, sondern auch auf Höhenprofil, Schwierigkeit, Wegbeschaffenheit und die erforderliche Trittsicherheit.
- Such dir ein Ziel. Ein Aussichtspunkt, ein Felsen, ein See oder eine Pizza sorgen für Vorfreude.
- Prüfe Wetter und Route. Speichere die Strecke möglichst offline und starte mit geladenem Handy. Bei längeren Touren kann eine Powerbank sinnvoll sein.
- Pack passend zur Strecke. Wasser, etwas zu essen sowie Sonnen- oder Regenschutz gehören je nach Tour dazu.
- Informiere jemanden. Besonders wenn du allein oder auf abgelegenen Wegen unterwegs bist, sollte jemand deine geplante Strecke kennen.
- Geh wirklich los. Du brauchst weder perfektes Wetter noch die teuerste Ausrüstung. Du brauchst eine Strecke, die zu dir passt, ein wenig Vorbereitung und die Entscheidung, es zu tun.
Praktische Infos zu Route und Ausrüstung
- Startpunkt:
Wanderparkplatz Hohe Tanne, Auerbach in der Oberpfalz - Route:
Mischung aus Felsentour und karstkundlichem Wanderpfad - Distanz:
20,1 Kilometer - Höhenmeter:
477 Meter Anstieg und 494 Meter Abstieg - Gesamtzeit:
Etwa 6 Stunden einschließlich Pausen, Fotostopps und Regenpause - Schwierigkeit:
Mittelschwer, Trittsicherheit erforderlich, rutschfeste Schuhe empfohlen, Stöcke hilfreich - Wegbeschaffenheit:
Wald- und Schotterwege, kein Asphalt, teilweise enge Felspassagen - Kinderwagen:
Für einen Großteil der Strecke nicht geeignet - Highlights:
Vogelherdgrotte, Felsenlandschaft, außergewöhnlich viel Moos und Grün, Ausblicke über die Oberpfälzer Hügellandschaft und das Felsenlabyrinth Sackdilling - Tipp:
Bargeld mitnehmen und die Öffnungszeiten der Maximiliansgrotte und der Gaststätten vorab prüfen
Unsere Tour auf Komoot:
Falls dir die Karte nicht angezeigt wird, kannst du die Route hier direkt bei Komoot öffnen.

Wir hatten Stöcke, rutschfeste Schuhe, Gamaschen und natürlich das REELOQ dabei. Eine Übersicht über meine bewährte Ausrüstung findest du auf meiner Seite Meine Ausrüstungs- und Buchempfehlungen.
Meine Einladung an dich
Wann hast du dir zuletzt bewusst einen Vormittag für dich genommen? Nicht für die Familie, nicht für die Arbeit und nicht für irgendeine Verpflichtung, sondern einfach für etwas, das dich auflädt?
Ich möchte dich einladen, genau das zu tun. Es braucht weder eine weite Anreise noch ein großes Budget. Vielleicht brauchst du eine Freundin, auf jeden Fall bequeme Schuhe und vor allem die Entscheidung, dass du jetzt auch einmal dran bist.
Such dir eine Strecke, pack etwas Leckeres ein und geh los. Nicht, um möglichst viele Kilometer zu sammeln oder jemanden zu beeindrucken. Sondern um zu entdecken, was direkt vor deiner Haustür auf dich wartet.
Dein Weg. Dein Tempo. Dein Leben. Lass uns gemeinsam die Schuhe schnüren und weiter laufend optimistisch bleiben.
Noch mehr für deinen nächsten Schritt
Du möchtest mehr Bewegung in dein Leben bringen, weißt aber noch nicht, wie du anfangen sollst?
Mein kostenloses 5-Tage-für-dich-Freebie begleitet dich mit kleinen, machbaren Impulsen.
Du wohnst in der Nähe und möchtest eine organisierte Wanderveranstaltung besuchen? Dann schau bei Seenland Events vorbei. Wir sind dort regelmäßig vor Ort, unter anderem beim Yeti-Trail und beim Vollmondmarsch.
Auch beim großen Schlackenmarsch in Sulzbach-Rosenberg gibt es in diesem Jahr erstmals die Möglichkeit, einzelne Etappen oder eine Kombination aus zwei oder drei Etappen mitzugehen. Wie das im Detail abläuft, hörst du in meiner Podcastfolge „Kleiner Schlackenmarsch 2026: Warum es diesmal schwerer war als gedacht“.
Nach dieser Folge macht der Podcast etwa sechs Wochen Sommerpause. Wenn du Laufend Optimistisch in dieser Zeit nicht ganz missen möchtest, findest du auf meinem YouTube-Kanal meine ersten längeren Videos und viele Shorts.
Schön, dass du da bist. Danke fürs Lesen und Zuhören. Wenn dir der Beitrag gefallen hat, lass mir gerne einen Kommentar da. Ich lese alles. 🙂
Liebe Grüße und bis zum nächsten Mal
Jasmin
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