Ziehe ich mir den Schuh an? Wenn wir uns angesprochen fühlen. Eine Einladung zur Selbstreflektion.
Kennst du das?
Jemand erzählt etwas. Vielleicht im Freundeskreis. Vielleicht auf Instagram. Vielleicht im Büro.
Und plötzlich fühlst du dich angesprochen. Obwohl dein Name gar nicht gefallen ist.
Dieses Gefühl ist unangenehm. Es kann Druck auslösen, Unsicherheit oder sogar Ärger. Doch was steckt wirklich dahinter?
In der aktuellen Podcastfolge von Laufend Optimistisch spreche ich darüber, warum wir uns manchmal gemeint fühlen, obwohl wir es vielleicht gar nicht sind.
Für mich ist diese Folge eine wundervolle Ergänzung zu Folge 95: „keine fremden Rucksäcke mehr“.
Trigger oder Angriff?
Nicht jede Aussage ist gegen uns gerichtet.
Aber viele Aussagen berühren etwas in uns.
Wenn eine Freundin stolz erzählt, dass sie ihre Ernährung umgestellt und abgenommen hat, kann das in uns unterschiedliche Gefühle auslösen:
Bewunderung.
Neid.
Druck.
Oder Sehnsucht.
Vielleicht denkt sie einfach nur an ihren Weg.
Vielleicht denken wir in diesem Moment aber an unseren.
Und genau hier beginnt Selbstreflexion.
Unterschiedliche Lebensrhythmen
Eine Bekannte schwärmt von ihrem neuen Fitnessprogramm. Sie hat Freude daran, neue Menschen kennengelernt und fühlt sich lebendig.
Du hingegen bist nach einem langen Arbeitstag einfach nur müde.
Und plötzlich schleicht sich der Gedanke ein:
„Sollte ich auch mehr machen?“
Doch vielleicht passt dein Tempo gerade genau zu deinem Leben. Vielleicht brauchst du Ruhe – nicht noch ein weiteres Projekt.
Nicht jede Begeisterung anderer ist eine Kritik an dir.
Wenn Mut andere berührt
Eine ehemalige Kollegin entscheidet sich nach 20 Jahren im Büro noch einmal neu anzufangen. Sie studiert, wagt einen Richtungswechsel und spricht von Sinn und Erfüllung.
Und in dir regt sich etwas.
Vielleicht ein Wunsch. Vielleicht eine alte Idee, die du selbst nie umgesetzt hast.
Doch auch hier gilt:
Sie erzählt ihre Geschichte. Nicht deine.
Was dich trifft, ist nicht ihr Mut.
Sondern dein eigener, noch nicht gelebter Wunsch.
Der Spiegelmoment

*mit KI erstellt
Vielleicht ist es gar kein Schuh.
Vielleicht ist es ein Spiegel.
Und was uns trifft, ist nicht das, was der andere sagt – sondern das, was wir selbst noch nicht entschieden haben.
Wenn wir zufrieden sind, hören wir Inspiration.
Wenn wir unzufrieden sind, hören wir Kritik.
Das ist keine Schuldfrage.
Das ist Selbstbeobachtung.
Nicht jeden Schuh anziehen
Bevor du dich rechtfertigst.
Bevor du dich verteidigst.
Bevor du dich schlecht fühlst.
Frag dich: Gehört mir dieser Schuh wirklich?
Oder zeigt er mir nur etwas, das ich selbst noch nicht ausgesprochen habe?
Selbstreflexion ist kein Angriff auf dich.
Sie ist eine Einladung.
Laufend optimistisch eben.
Dir hat diese Folge gefallen? Dann lass es mich gerne wissen. Schreib mir entweder einen Kommentar, eine PN auf Instagram oder per Mail an: hallo@laufend-optimistisch.de Ich freue mich drauf.